Nationalpark

Mountain Wilderness Schweiz begrüsst die Schaffung von Parks von nationaler Bedeutung, sowohl als Instrument zum Schutz und dem Erhalt der Natur als auch als Beitrag zu einer nachhaltigen Regionalentwicklung. Die beiden Ziele dürfen jedoch nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Für Mountain Wilderness Schweiz gelten folgende Grundsätze:

  • Bewahren und aufwerten: Der Schutz von unerschlossenen, ursprünglichen Gebirgslandschaften und das Zulassen von natürlichen Prozessen steht für Mountain Wilderness Schweiz in den Kernzonen neuer Nationalpärke im Vordergrund. Unerschlossene, ursprüngliche und wildnisnahe Landschaften sollen weder durch touristische noch anderweitige Infrastruktur erschlossen werden.
  • Erleben: Die Alpen gehören zu den letzten Räumen in Europa, in denen Wildnis erlebbar ist. Wir setzen uns dafür ein, dass dieses Wildniserlebnis in den Bergen weiterhin möglich bleibt. Dazu gehören: das Nachterlebnis, die Ruhe und Stille, die Ursprünglichkeit, die Weite, Unversehrtheit, Einsamkeit und die Abgeschiedenheit grösserer zusammenhängender Gebiete. Dabei bekennt sich Mountain Wilderness Schweiz auch dazu, dass in den Kernzonen der freie Zugang eingeschränkt werden kann. Der Mensch soll jedoch nicht grundsätzlich aus der Natur ausgeschlossen werden.
  • Regionalentwicklung: Die Umgebungszonen neuer Nationalpärke sind Modellräume für eine nachhaltige Entwicklung und sind aus der Sicht von Mountain Wilderness Schweiz ein einzigartiges Instrument, sich von anderen Regionen abzuheben. Die Marke «Nationalpark» soll und darf bewusst auch für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung eingesetzt werden. Mountain Wilderness Schweiz vertritt allerdings auch die Meinung, dass deshalb auch für die Umgebungszonen von Nationalpärken klare und transparente Richtlinien dazu existieren müssen, was möglich ist und was nicht. Auch sollten messbare Ziele festgelegt werden, damit die Wirksamkeit des Instruments Nationalpark auch gemessen werden kann.

Was wir tun:

  • Bewusstsein schaffen: Wir wenden uns mit kreativen und konstruktiven Denkanstössen im Bereich der Gestaltung und Gründung von Nationalpärken an die Öffentlichkeit. Dies in Form von Medienarbeit (Medienecho), Social Media (Facebook, Instagram, Youtube), Newsletter, Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen und Tagungen (Link zu Veranstaltungen) und Publikationen.
  • Fordern: Mit öffentlichen Aktionen machen wir aufmerksam auf Aktivitäten, welche bestehende Schutzgebiete gefährden sowie auf Initiativen zur Gründung neuer Pärke und Schutzgebiete.
  • Eingreifen: Bei Aktivitäten, die im Widerspruch zu rechtlichen Bestimmungen stehen oder sensible Gebirgsräume gefährden, nutzt Mountain Wilderness Schweiz das Verbandsbeschwerderecht.
  • Vernetzen: Mountain Wilderness Schweiz arbeitet mit national und international tätigen Natur- und Umweltschutzorganisationen zusammen. Gemeinsam fördern wir einen wirksamen Schutz sensibler Gebirgsräume.
  • Publikationen: Studie «Das Potenzial von Wildnis in der Schweiz» (ab Ende 2018 in Buchform erhältlich)