Wildnis-Ideenschmiede Kandersteg

Herausforderungen wie der Klimawandel oder das Coronavirus zeigen aktueller denn je, wie wichtig eine widerstandsfähige und nachhaltige Entwicklung der Alpen ist. Wilde, unverbaute Landschaften bieten vielfältige Potenziale. Sie kommen ausserdem dem wachsenden Bedürfnis nach Rückverbindung zur Natur, Ruhe und Stille nach. Hier setzt die Wildnis-Ideenschmiede an: Gemeinsam mit vielfältigen Akteurinnen und Akteuren entwickeln wir Lösungen, wie in Kandersteg der Wert von Wildnis aufgezeigt werden kann.

Kandersteg eignet sich hervorragend als Standort für die Wildnis-Ideenschmiede: Die Region hat Naturperlen wie das Gasteretal oder die imposanten Berge der Umgebung weitgehend erhalten können. Gleichzeitig kämpft Kandersteg mit den Herausforderungen eines veränderten Tourismus: Besuchende bleiben oft nur kurze Zeit, haben wenig Bezug zu Region und Menschen und hinterlassen Müll und Lärm an Hotspots wie dem Oeschinensee.

Nachhaltige Zukunftsvisionen unter Einbezug von Wildnis

Die Wildnis-Ideenschmiede ist ein zweitägiger Workshop in Kandersteg am 28. und 29. November 2020 mit Inputs von Fachpersonen und Arbeit in Kleingruppen. Das Ziel ist, gemeinsam mindestens eine umsetzbare Idee zu entwickeln, wie Wildnis/Natur im Raum Kandersteg ein Wert beigemessen werden kann. Dabei interessieren uns u.a. folgende Fragen:

  • Was sind unterschiedliche Perspektiven von Wildnis aller Beteiligten?
  • Wie können wir Wildnis erhalten, ohne dabei den Menschen ganz auszuschliessen?
  • Bis zu welchem Punkt lassen sich Wildnis und eine wirtschaftliche Nutzung derselben vereinbaren?

Die Methodik lässt viel Raum für Austausch, gegenseitiges Kennenlernen und Inspiration. Wir greifen u.a. auf Methoden aus dem Art of Hosting, dem Design Thinking und der Wildnispädagogik zurück. Die Module finden teilweise draussen statt. Zum Programm

Eine Vielfalt von Menschen für eine Vielfalt von Ideen

Uns ist es wichtig, eine möglichst breite Mischung an Menschen in Kandersteg zusammenzubringen; insgesamt rund 35 Personen. Zum einen Menschen aus der Region, zum anderen Menschen von anderswo, die sich mit Wildnis, den Bergen und einer nachhaltigen Entwicklung befassen.

Interessiert, mitzuwirken? Anmeldungen sind bis am 16. Oktober möglich. Bitte dazu eine E-Mail an Sebastian Moos schreiben. Die Platzzahl ist beschränkt. Wir wählen die Teilnehmenden so aus, dass eine möglichst grosse Diversität an Menschen an der Wildnis-Ideenschmiede teilnimmt. Bis spätestens 30. Oktober bestätigen wir die Anmeldungen definitiv.

Organisation

Die Wildnis-Ideenschmiede wird von folgend Organisationen gemeinsam organisiert:

  • Mountain Wilderness Schweiz (Hauptverantwortung)
  • CIPRA Schweiz (Fachwissen Berggebietsentwicklung und naturnaher Tourismus)
  • CIPRA International (Fachwissen Berggebietsentwicklung und Methodik)
  • OST – Ostschweizer Fachhochsule, Forschungsgebiet Raumentwicklung und Landschaftsarchitektur (Fachliche Inputs)
  • Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW, Forschungsbereich Tourismus und nachhaltige Entwicklung (Fachliche Inputs)

Gefördert durch:

Alice Meyer Stiftung
Bristol-Stiftung
Margarethe und Rudolf Gsell-Stiftung
Stiftung Ormella