Wildnis-Ideenschmiede Kandersteg

Wir gehen neue Wege und unterstützen den Wandel mit positiven Beispielen. In Kandersteg entwickeln wir dazu zusammen mit Partnern vor Ort Ideen, wie wir die Wertschätzung für Wildnis erhöhen können. An einem Workshop Ende November 2020 haben wir bereits 119 Ideen entwickelt. Daraus schmieden wir konkrete Projekte, die wir umzusetzen helfen und kommunizieren. So erhöhen wir die Wertschätzung von Wildnis und schützen die letzten unberührten Naturlandschaften.

Wildnis ist wichtig, und doch geht Jahr für Jahr ein Stück davon verloren. Insbesondere neue Infrastruktur zerstört einst unberührte Naturlandschaften. In der Schweiz ist es bisher nur selten gelungen, Wildnis in grossflächigen Schutzgebieten zu schützen. Es ist anspruchsvoll, den Wert von unverbauten und ungenutzten Räumen zu vermitteln.

Wir gehen deshalb in Kandersteg neue Wege. Zusammen mit Partnern vor Ort versuchen wir, konkrete Projekte aufzugleisen. Diese sollen die Wertschätzung für Wildnis erhöhen. Was wir wertschätzen, zu dem tragen wir auch Sorge. So brauchen wir gar nicht zwingend Schutzgebiete, um Wildnis langfristig zu erhalten. Kandersteg ist dabei der ideale Partner: Die Region hat Naturperlen wie das Gasteretal weitgehend erhalten können. Gleichzeitig kämpft der Tourismus mit veränderten Bedingungen: Besuchende bleiben oft nur kurze Zeit, Müll und Lärm trüben Hotspots wie den Oeschinensee.

Bereits liegen 119 Ideen vor

Für gute Projekte braucht es gute Ideen. Deshalb haben wir Ende November zur Wildnis-Ideenschmiede nach Kandersteg eingeladen. Aufgrund der Covid-Pandemie konnten wir den Workshop nicht vor Ort durchführen. Dank dem Engagement der erfahrenen Workshop-Leitung durch BrainStore konnten wir eine verkürzte Variante des Workshops am 27. und 28. November 2020 trotzdem durchführen – einfach online.

Fast 30 Personen, darunter solche aus Kandersteg, externe Fachpersonen und Bergbegeisterte, entwickelten in einem rasanten und kreativen Prozess insgesamt 119 Ideen, wie wir die Wertschätzung von Wildnis erhöhen können. Vielen Dank für dieses Engagement!

Ideen umsetzen und hinaustragen

Aus diesem umfangreichen Satz Ideen werden wir eine Handvoll auswählen und weiterentwickeln. Dazu gleichen wir Anfang 2021 alle Ideen mit unseren Kriterien ab, verfeinern sie, führen zusammen, was ähnlich ist, sortieren aus, bis wir noch fünf bis neun Ideen haben. Diese Ideen versuchen wir soweit zu konkretisieren, dass sich daraus Projekte entwickeln lassen, die von einer geeigneten Trägerschaft angepackt werden können. Wir werden auf jeden Fall ein Projekt davon intensiver begleiten. Zudem sorgen wir dafür, dass andere Menschen und Regionen von den Projekten erfahren. So können wir sie inspirieren, selber aktiv zu werden.

Wer hinter der Wildnis-Ideenschmiede steht

Die Wildnis-Ideenschmiede wird von folgend Organisationen gemeinsam getragen:

  • Mountain Wilderness Schweiz (Hauptverantwortung)
  • natürlich ! Kandersteg (Lokaler Partner)
  • CIPRA Schweiz (Fachwissen Berggebietsentwicklung und naturnaher Tourismus)
  • CIPRA International (Fachwissen Berggebietsentwicklung und Methodik)
  • OST – Ostschweizer Fachhochsule, Forschungsgebiet Raumentwicklung und Landschaftsarchitektur (Fachliche Inputs)
  • Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW, Forschungsbereich Tourismus und nachhaltige Entwicklung (Fachliche Inputs)

Das Netzwerk BrainStore hat den Online-Workshop vom 27./28. November technisch und inhaltlich geleitet.

Gefördert durch:

Alice Meyer Stiftung
Karl Mayer Stiftung
Sophie und Karl Binding Stiftung
Stiftung Ormella
Stiftung Uranus