Klimaschutz

Als Alpenschutzorganisation, die sich für Wildnis und einen umweltverträglichen Bergsport engagiert, ist der Klimaschutz seit jeher ein impliziter Teil der Arbeit von Mountain Wilderness Schweiz. Wir setzen uns ein für eine Zukunft ohne fossile Brennstoffe – für ein Netto Null bis spätestens 2050. Mit der Freizeit-Mobilität als Hauptverursacherin des CO2-Fussabdrucks im Bergsport, liegt ein Schwerpunkt unserer Projekte auf der klimaschonenden An- und Abreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Für Mountain Wilderness Schweiz gelten folgende Grundsätze:

Mountain Wilderness Schweiz fokussiert auf den praktischen Klimaschutz. Wir unterstützen ausserdem politische Kampagnen, die unsere Grundsätze zum Klimaschutz fördern.

  • Mobilität: Freizeitmobilität verursacht einen substanziellen Anteil des CO2-Austosses der Schweiz. Mit Projekten wie AlpenTaxi und Schneetourenbus erleichtern wir den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel und verringern damit den motorisierten Individualverkehr in die Berge. Motorisierte Bergsportarten wie Heliskiing oder Offroad-Fahrten lehnt Mountain Wilderness Schweiz grundsätzlich ab. Flugreisen zu Zwecken des Bergsports betrachtet Mountain Wilderness Schweiz kritisch.
  • Konsum: Herstellung, Transport und Entsorgung von Bergsportausrüstung verbrauchen viel Energie, mehrheitlich aus fossilen Quellen. Wir fördern mit Projekten wie Alpin-Flohmi und gezielter Öffentlichkeitsarbeit suffiziente Konsummuster und setzen uns für CO2-neutrale Herstellungs- und Recyclingprozesse ein.
  • Erneuerbare Energien: Neben der Reduktion klimaschädlicher Emissionen plädieren wir für weniger Energieverbrauch in Form von Wärme und Strom. Mountain Wilderness Schweiz sagt Ja zu Effizienz und Suffizienz anstelle von steigendem Verbrauch und wachsender Infrastruktur. Die Produktion mittels erneuerbarer Energiequellen sollte im besten Fall am Ort des Energiebedarfs gedeckt werden, z.B. mittels Solaranlagen auf Hausdächern. Im zweitbesten Fall findet die Produktion dort statt, wo der Eingriff in die Umwelt am geringsten ist. Wir tragen dazu bei, dass der Landschaftsverbrauch auf Kosten der Stromproduktion mit erneuerbaren Energien in öffentlichen Diskussionen wieder präsenter wird.

Was wir tun:

  • Bewusstsein schaffen: Wir wenden uns mit kreativen und konstruktiven Denkanstössen im Bereich Klimaschutz an die Öffentlichkeit. Dies in Form von Medienarbeit (Medienecho), Social Media (Facebook, Instagram, Youtube), Newsletter, Podiumsdiskussionen, Veranstaltungen und Publikationen.
  • Fordern: Mit öffentlichen Aktionen machen wir aufmerksam auf Aktivitäten mit überdurchschnittlich hohen CO2-Emissionen (z.B. Heliskiing, Helibiking). Wir lassen unsere Grundsätze ausserdem in politische Prozesse einfliessen (z.B. in die Vernehmlassung zur Gletscher-Initiative)
  • Eingreifen: Bei Aktivitäten, die im Widerspruch zu rechtlichen Bestimmungen stehen und sensible Gebirgsräume oder das Klima gefährden, nutzt Mountain Wilderness Schweiz das Verbandsbeschwerderecht.
  • Vernetzen: Mountain Wilderness Schweiz arbeitet mit anderen national und international tätigen Natur- und Umweltschutzorganisationen zusammen. Wir sind Gründungsmitglied der Klima-Allianz Schweiz und Mitglied des Vereins Gletscher-Initiative. Unsere Bergsportpartner im Bereich Touren verzichten auf kommerzielle Flugreisen.
  • Vorleben: Unser Büro wird zu rund 30% mit Solarstrom betrieben (Anteil zunehmend), unsere Elektronikartikel sind ausschliesslich 2nd Hand, alle unsere Veranstaltungen organisieren wir ÖV-tauglich mit (bio-)lokalem Essen. Die keepwild! Veranstaltungen sind vegetarisch verpflegt und kompensiert durch myclimate.
  • Projekte: AlpenTaxi, Schneetourenbus, Stop Heliskiing, Alpin-Flohmi

Was du tun kannst:

  • ÖV und Zusatzangebote nutzen, auf Flüge verzichten
  • 2nd Hand kaufen, Kleidung und Ausrüstung reparieren
  • Lokale, saisonale Lebensmittel konsumieren – auch auf Tour!
  • Eigenen Solarstrom produzieren (z.B. mit Sunraising) oder mit naturemade star! zertifizierten Strommix beziehen
  • Politisches Engagement: Wählen und Abstimmen für den Klimaschutz

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