Freier Zugang

In den letzten Jahrzehnten erhöhten Infrastrukturen wie Klettersteige oder Hängebrücken die Zugänglichkeit abgelegener Gebiete, die bislang wenig oder nicht erschlossen waren. Dieser Trend wird verstärkt durch technische Entwicklungen bei Material und Ausrüstungsgegenständen (siehe auch: Klettern, Mountainbike, Ausrüstung). Als Folge dieser Entwicklung nehmen Umweltprobleme und Nutzungskonflikte zu. Der freie Zugang zu den Bergen wird tendenziell immer mehr eingeschränkt. Wir betonen, dass das Recht auf ein eigenverantwortliches Erleben der Bergnatur nur soweit gehen kann, als die Freiheit anderer Lebewesen nicht beeinträchtigt wird.

Für Mountain Wilderness Schweiz gelten folgende Grundsätze:

  • Eigenverantwortung: Neue Einschränkungen sind meist die Folge fehlender Eigenverantwortung und fehlender Selbstbeschränkung. Wer eigenverantwortlich handelt und Bergsport mit Respekt ausübt, leistet einen Beitrag zum Erhalt intakter Gebirgsräume. Gleichzeitig vermeidet man eine Einschränkung des freien Zugangs mittels Gesetzen und Vorschriften.
  • Lenkung: Während eine Einzelperson minimen Einfluss auf die Bergwelt ausübt, kann die Masse auch bei verantwortlichem Handeln zum Problem werden. Wenn ein Gebiet dadurch potentiell gefährdet ist, kann eine gezielte Lenkung wirkungsvoll zum Schutzziel beitragen.
  • Beschränkung: Der Mensch nimmt bereits viel Raum für sich und seine Bedürfnisse ein. Aus Sicht von Mountain Wilderness Schweiz haben wir die Verpflichtung, in ausgewählten Räumen auf eine Nutzung so weit als möglich zu verzichten.

Was wir tun:

  • Bewusstsein schaffen: Wir wenden uns mit kreativen und konstruktiven Denkanstössen im Bereich Bergsport an die Öffentlichkeit. Dies in Form von Medienarbeit (Medienecho), Social Media (Facebook, Instagram, Youtube), Newsletter, Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen und Tagungen (Link zu Veranstaltungen) und Publikationen.
  • Fordern: Mit öffentlichen Aktionen machen wir aufmerksam auf Infrastruktur, welche die Erschliessung der Bergwelt übermässig vorantreibt.
  • Eingreifen: Wenn Zugangserweiterungen resp. -einschränkungen im Widerspruch zu rechtlichen Bestimmungen stehen oder sensible Gebirgsräume gefährden, nutzt Mountain Wilderness Schweiz das Verbandsbeschwerderecht.
  • Vernetzen: Mountain Wilderness Schweiz arbeitet mit national und international tätigen Natur- und Umweltschutzorganisationen zusammen. Gemeinsam fördern wir einen Bergsport, bei dem die Freiheit der zahlreichen Lebewesen und die ursprüngliche Natur möglichst wenig beeinträchtigt wird.
  • Projekte: AlpenTaxi, Wild im Schnee, Mitarbeit im Vorstand des Vereins «Natur & Freizeit» (ehem. Respektiere deine Grenzen)
  • Publikationen: ÖV-Skitourenführer Emmental Entlebuch, Alternativer Hüttenführer

Weiterführende Links: