Freier Zugang

In den letzten Jahrzehnten erhöhten Infrastrukturen wie Klettersteige oder Hängebrücken die Zugänglichkeit abgelegener Gebiete, die bislang wenig oder nicht erschlossen waren. Dieser Trend wird verstärkt durch technische Entwicklungen bei Material und Ausrüstungsgegenständen (siehe auch: Klettern, Mountainbike, Ausrüstung). Als Folge dieser Entwicklung nehmen Umweltprobleme und Nutzungskonflikte zu. Der freie Zugang zu den Bergen wird tendenziell immer mehr eingeschränkt. Wir betonen, dass das Recht auf ein eigenverantwortliches Erleben der Bergnatur nur soweit gehen kann, als die Freiheit anderer Lebewesen nicht beeinträchtigt wird.

Für Mountain Wilderness Schweiz gelten folgende Grundsätze:

  • Eigenverantwortung: Neue Einschränkungen sind meist die Folge fehlender Eigenverantwortung und fehlender Selbstbeschränkung. Wer eigenverantwortlich handelt und Bergsport mit Respekt ausübt, leistet einen Beitrag zum Erhalt intakter Gebirgsräume. Gleichzeitig vermeidet man eine Einschränkung des freien Zugangs mittels Gesetzen und Vorschriften.
  • Lenkung: Während eine Einzelperson minimen Einfluss auf die Bergwelt ausübt, kann die Masse auch bei verantwortlichem Handeln zum Problem werden. Wenn ein Gebiet dadurch potentiell gefährdet ist, kann eine gezielte Lenkung wirkungsvoll zum Schutzziel beitragen.
  • Beschränkung: Der Mensch nimmt bereits viel Raum für sich und seine Bedürfnisse ein. Aus Sicht von Mountain Wilderness Schweiz haben wir die Verpflichtung, in ausgewählten Räumen auf eine Nutzung so weit als möglich zu verzichten.

Was wir tun:

  • Information: Zweimal im Jahr erscheint unser Mitgliedermagazin Wildernews, worin wir regelmässig Themen rund um den freien Zugang bearbeiten. Über das aktuelle Geschehen informieren wir in unserem Newsletter, der alle zwei Monate erscheint.
  • Sensibilisierung: Mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit machen wir auf die Problematik rund um den freien Zugang aufmerksam. Dies in Form von Interviews in Zeitungen, Radio und Fernsehen, in unserem Mitgliedermagazin Wildernews, im Newsletter sowie durch die Mitgliedschaft und Vereinsarbeit im Verein Natur & Freizeit.
  • Einsprache: Bei Erschliessungsprojekten die im Widerspruch zu rechtlichen Bestimmungen stehen, kann Mountain Wilderness Schweiz das Verbandsbeschwerderecht nutzen und gezielt gegen unnötige und umweltschädliche Infrastruktur vorgehen.

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