Silence

Mountain Wilderness Schweiz setzt sich ein für eine Reduktion touristischer Spassfahrten und damit für grossflächige Ruhezonen im Gebirge.

Für Mountain Wilderness Schweiz gelten folgende Grundsätze:

  • Gesetzeslage: Schweizer Passstrassen ab einer bestimmten Höhe unterliegen aus Sicherheits- und Unterhaltungsgründen einer Wintersperre. Allzu oft werden durch die zuständigen Behörden Ausnahmebewilligungen für winterliche Fahrtrainings erteilt. Mountain Wilderness Schweiz lehnt die Nutzung von Passstrassen mit Wintersperre sowie naturnaher Eisflächen vollumfänglich ab und hält die Behörden dazu an, Ausnahmebewilligungen zu vermeiden und gezielt Kontrollen durchzuführen.
  • Ökologie und Gewässerschutz: Durch die Wintersperre entsteht ein einmaliger temporärer Ruheraum für Tiere, der gerade in der dicht besiedelten Schweiz unbedingt erhalten bleiben soll. Spassfahrten mit motorisierten Fahrzeugen stellen eine unnötige Belastung der Gebirgsfauna dar. Hinzu kommt das Risiko einer Gefährdung der Wasserqualität in den Gewässern. Eine langfristige Verschmutzung von Seen und Flüssen sowie möglicherweise des Trinkwassers ist nicht auszuschliessen. Mountain Wilderness Schweiz fordert einen grundsätzlichen Verzicht auf Fahrtrainings und anderen motorisierten Freizeitaktivitäten.
  • Sanfter Tourismus: Temporäre Ruheräume bergen grosses Potential für einen naturnahen und sanften Tourismus. Denn Ruhe und Stille sind Teil einer intakten Gebirgslandschaft sowie des Bergerlebnisses und damit die entscheidende Grundlage für wenig lärmintensive Freizeitaktivitäten. Mountain Wilderness Schweiz setzt sich dafür ein, dass im Alpenschutz verstärkt auch der naturverträgliche Tourismus gefördert wird.
  • CO2-Ausstoss: Bei der Nutzung von Passstrassen und zugefrorenen Seen für Fahrtrainings steht der Fahrspass über der Fahrsicherheit. Eigens dafür angelegte Testgelände eignen sich genauso gut für Übungsfahrten und befinden sich zudem in Siedlungsnähe. Denn zum Treibhausgasausstoss vor Ort addiert sich die beträchtliche Menge an Abgasen, die während der Anreise freigesetzt werden. Mountain Wilderness Schweiz verlangt die Beschränkung der Fahrtrainings auf dafür angelegten Testgeländen. Geplante Areale in bislang wenig erschlossenen oder temporär ungenutzten Gebirgsflächen sind abzulehnen.
  • Anbieter und Verkäufer:  Mountain Wilderness Schweiz fordert, dass bei der Vermarktung von Geländefahrzeugen fahrzeugspezifische Vorschriften sowie Verhaltensregeln bezüglich Umwelt und Naturschutz zu vermittelt werden.

Was wir tun:

  • Information: Zweimal im Jahr erscheint unser Mitgliedermagazin Wildernews, worin wir uns regelmässig Themen rund um den Alpenschutz widmen. Über das aktuelle Geschehen informieren wir in unserem Newsletter, der alle zwei Monate erscheint.
  • Sensibilisierung: Mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit machen wir auf Problematiken im Alpenschutz aufmerksam. Dies in Form von Interviews in Zeitungen, Radio und Fernsehen sowie in unserem Mitgliedermagazin Wildernews.
  • Einsprache: Bei Aktivitäten, die im Widerspruch zu rechtlichen Bestimmungen stehen oder sensible Gebirgsräume gefährden, kann Mountain Wilderness Schweiz das Verbandsbeschwerderecht nutzen und gezielt gegen unnötige und umweltschädliche Infrastruktur vorgehen.