Holz im Kopf am Tag der Berge

Der Perkussionist Prosper NKouri verwandelt die mitgebrachten Hölzer der Referierenden in wilde Klänge

Einmal mehr fanden sich rund 150 Personen im Alpinen Museum in Bern ein, um den Internationalen Tag der Berg mit einer Pecha Kucha zu feiern. Holz im Kopf versprach die Veranstaltungseinladung. Zu Wort kamen Menschen, die sich auf ihre ganz persönliche Art und Weise mit Bergholz auseinandersetzen. Es gelang ihnen, die Besuchenden zu fesseln und zum Staunen zu bringen. Dass Holz ganz unterschiedlich klingen kann, demonstrierte auch der Perkussionist mit seinen Zwischentönen auf den von den ReferentInnen mitgebrachten Holzstücken.

Von den Forschungslabors bis in den Wald?

Die faszinierende Vielfalt der Bergwelt wird an diesem Abend rund um ein jedes Jahr neu gewähltes Thema auf unterhaltsame Art aufgezeigt. So gelang es Tanja Zimmermann, Forschungsleiterin für Holzinnovationen an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt EMPA, die zum Teil komplexen Forschungsinhalte verständlich zu machen und etwa einen Blick in die Nanostruktur von Holz zu ermöglichen. Sie zeigte auf, dass Holzpilze nicht nur zerstörerisch wirken, sondern auch die Widerstandskraft von Holz erhöhen können. Ganz anders tönt es beim Zimmermann Jürg Hirschi von der Firma Truber Holz. Er sucht innovative Architekten für seine massive Holzbauweise, welche es erlaubt, aus einheimischem Holz modernste Architektur ohne Leim, Nägel oder Schrauben zu konstruieren und willkommene Wertschöpfung im bergigen Napfland zu generieren.?

Holzklang und andere Zwischentöne

Die acht Referierenden wurden gebeten, ein Stück Holz ins Alpine Museum mitzubringen, und Prosper NKouri, Perkussionist, hatte die Aufgabe, diese zwischen den Referaten zum Klingen zu bringen. Er tat dies mit sichtlicher Freude und viel Fingerspitzengefühl. Am besten gelang dies mit dem Klangholz, das Philippe Domont aus dem Jura mitgebracht hat. Der Klangholzexperte verriet, wo das am besten klingende Holz wächst und wie dieses beschaffen sein muss, damit es für den Instrumentenbau geeignet ist. Die Klangfülle seiner mitgebrachten Hölzer war schlicht frappant. Etwas andere Zwischentöne hat die Geschichtenerzählerin Barbara Luchs angeschlagen. In Oberhaslitiitsch hat sie die Zuhörenden in eine sagenhafte Winterlandschaft im Berner Oberland entführt und erzählt, was einem beim Holzen im Bergwald so alles widerfahren kann.

Begegnungen und heitere Gespräche

Die Veranstaltung fand im Anschluss an eine Veranstaltung der SAB im Rahmen der 75-Jahre-Feier statt. Dazwischen gab es einen gemeinsamen Apéro, welcher für einen regen Austausch der zahlreichen Anwesenden genutzt wurde. Letztes Jahr zur gleichen Zeit war das Alpine Museum im Gespräche wegen der massiven Kürzung der Bundesbeiträge. Dieses Jahr konnten alle aufatmen, weil soeben darüber informiert wurde, dass der Bundesbeitrag für das Alpine Museum der Schweiz erhöht wird. Möglich wurde die Erhöhung durch einen Kategorienwechsel innerhalb der Kulturförderung: Das Alpine Museum der Schweiz wird vom Bund neu als nationales Kompetenzzentrum für das alpine Kulturerbe unterstützt. Dies mag dazu beigetragen haben, dass es rundum nur zufriedene Gesichter im Alpinen Museum anzutreffen gab.

Die Veranstaltung zum Internationalen Tag der Berge wurde gemeinsam organisiert vom Alpinen Museum der Schweiz, dem Schweizer Alpen-Club SAC, der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz SCNAT, Mountain Wilderness Schweiz und der CIPRA Schweiz.

Weiterführende Links:

  • Das Alpine Museum der Schweiz ist gerettet! Zum Artikel
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