Ein Leuchten für den Klimaschutz trotz Feuerverbot

30 Jahre Mahnfeuer im August

Die «Feuer in den Alpen» setzen seit 30 Jahren ein Zeichen zum Schutz des einzigartigen Natur- und Kulturerbes der Alpen. Eine Gruppe Aktivistinnen und Aktivisten mit Wohnsitz im Bündnerland, meist damalige Älplerinnen und Älpler, starteten die Mahnfeuer in den 80er Jahren als Staudammprojekte wie in der Greina, im Val Madris oder der Curciusa  ganze Alpentäler zu überfluten drohten. «Unsere Vision war eine bis ins All sichtbare Lichterkette von Wien bis Nizza», sagte Kaspar Schuler, Mitbegründer «Feuer in den Alpen» und Geschäftsführer CIPRA International. Die Feuer richteten sich immer auch an der Alpenkultur: Das Datum wurde in die zweite Augustwoche gelegt, weil dies gut in die Arbeitsplanung der Älpler passte. Die ersten Feuer in der Schweiz waren dann auch zahlreich und gut besucht. Zu Spitzenzeiten gab es europaweit 100 Feuer.

Extremsituationen nehmen zu

Versiegte Quellen, Kühe, die auf den Alpen per Helikoptern mit Wasser versorgt werden müssen: Das Thema «Klimawandel» nimmt angesichts des extremen Hitzesommers, der wärmsten Periode seit Messbeginn 1864, noch an Dringlichkeit zu. Wie die drei Alpenschutzorganisationen auf Pardiel zeigten, sind die Alpen ein äusserst sensibles Ökosystem und ihre Bewohner leiden besonders unter der Klimaerwärmung. Wildtiere, die ihre Körpertemperaturen schlecht regulieren können wie z.B. der Schneehase weichen nach oben aus. Dies gilt auch für Pflanzen wie die Arnika, die heute schon auf Gipfeln bis 3'000 Metern anzutreffen sind. Doch nicht allen gelingt diese Anpassung, gibt Maren Kern, Geschäftsleiterin Mountain Wilderness Schweiz, zu bedenken. 

Verkehr drosseln

Die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene muss weiter vorangetrieben werden, forderte Marina Carobbio Guscetti, Vizepräsidentin der Alpen-Initiative und Vizepräsidentin des Nationalrats auf Pardiel. Indem endlich auch für Lastwagen CO2-Reduktionsziele gelten, kann der Ausstoss auch beim Strassentransport massiv reduziert werden. Beim Freizeitverkehr müssen wir zudem vermehrt auf Bahn, Bus und Alpentaxi setzen, ergänzte Maren Kern. Heute reisen immer noch 80% der Leute mit dem Auto in die Berge – und die Fahrten an die «Bergfrische» dürften angesichts der zunehmenden Hitzesommer noch ansteigen.

Wir alle können etwas tun

Einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von Emissionen können wir alle auch beim Kauf von lokal hergestellten Produkten leisten. Kurze Transportwege würden helfen, die Belastung für das Klima zu reduzieren, sagte Marina Carobbio Guscetti. Berg-Ausrüstung kann man ausserdem reparieren oder mieten, anstatt neue zu kaufen. 

Am Sonntag durchwanderten zwei Gruppen das Pizolgebiet. Die Themen vom Vorabend wurden wieder aufgegriffen und mit weiteren ergänzt: Die Diskussionen während der Wanderung reichten von geologischen Ereignissen bis zu Veränderungen in der Alpbewirtschaftung.

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