Mountain Wilderness Schweiz
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Das Gesetz

«Aussenlandungen im Gebirge zu Ausbildungs- und Übungszwecken sowie zur Personenbeförderung zu touristischen Zwecken dürfen nur auf Landeplätzen erfolgen, die vom Departement im Einverständnis mit dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport und den zuständigen kantonalen Behörden bezeichnet werden. Die Zahl solcher Landeplätze ist zu beschränken; es sind Ruhezonen auszuscheiden.» (LFG, Art. 8)

Sachplan Infrastruktur Luftfahrt

Der Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL) legt die Gebirgslandeplätze fest, auf denen solche Aussenlandungen erlaubt sind. Mit der Überprüfung des SIL ist auch der Auftrag verbunden, die GLPs nach ihrer Naturverträglichkeit zu beurteilen und mögliche Konflike aus dem Weg zu räumen. Hier eine Übersicht über die Verhandlungen zum SIL und den Gebirgslandeplätzen.

  • 2011, das BAZL kündigt Pläne für die Verschiebung von zwei Gebirgslandeplätze aus dem Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch an. In Engelberg, am Grassen und beim Chli Spannort sollen sie zu liegen kommen. Die Kantone Uri und Obwalden geben eine ablehnende Stellungnahme zu den Plänen.
  • 2009, Verhandlungen um Aletsch-Susten: Mountain wilderness ist bei den Verhandlungen um die Gebirgslandeplätze im Weltnaturerbe mit dabei. Wir fordern eine schrittweisen Abbau des Heliskiings, eine Beschränkung der Trainignsflüge auf bestimmte Zeiten und Gebirgslandeplätze, sowie das totale Landeverbot für Flächenflugzeuge.
  • 2007, Verhandlungen um Wallis-Ost: Die ersten Verhandlungen um die GLPS münden in ein Fiasko. Das Bazl verpasst es, in Zeiten der Klimaerwärmung, ein Zeichen für die Umwelt zu setzen und die Lärm-und CO2-Immissionen zu reduzieren. Auch ein vom UVEK gefordertes regionales und kantonales Tourismuskonzept, das eine Gesamtschau der touristisch nachhaltigen Aktivitäten in der Region Wallis  Süd-Ost ermöglicht hätte, fehlt im Vorschlag des BAZL.
  • 2006, BAZL bestimmt Vorgehen zur Diskussion um die GLP: Das BAZL legt ein Konzept zum Vorgehen bei den Verhandlungen um die Gebirgslandeplätze vor. Die Stellungnahme von mountain wilderness fällt sehr kritisch aus. Denn das BAZL-Konzept erfüllt den Auftrag des Bundesrates nicht, es macht die Bestimmung der GLPs zu einer regionalwirtschaftlichen Angelegenheit und es gibt freie Bahn für die Sektorenlösung, wo die Helis als Skilifte eingesetzt werden könnten.
  • 2005, BAZL untersucht Sektorenlösung: Das BAZL diskutiert speziell bezeichnete Sektoren, innerhalb derer überall gelandet werden kann. Der Heli als Skilift, der seine Gäste dahin bringt, wo es ihm gerade passt. Eine Studie belegt: eine Sektorenlösung bedeutet eine beträchtliche Erhöhung der Flugbewegugnen.
  • 2003, BAZL nimmt Verhandlungen auf – einseitig und unvollständig: Das BAZL hält an den 42 Schweizer GLPs fest und verweigert die Diskussion über eine Reduktion von GLPs. Die Verhandlungen sollen nur das Konfliktpotential mit dem Natur-und Landschaftsschutz betreffen, nicht aber die Grundsatzfrage zum Heliskiing. Pro Natura, VCS und mountain wilderness treten unter Protest aus den Verhandlungen zurück.
  • 2001, Auftrag des Bundesrates zur Überprüfung der GLP: Der Bundesrat erteilt an das BAZL den folgenden Auftrag: «Das Netz der Gebirgslandeplätze ist generell zu überprüfen. Durch gezielte Massnahmen soll die vom Flugbetrieb ausgehende Beeinträchtigung der Schutzziele verhindert werden. Wo sich die Konflikte durch eine restriktive Nutzung nicht beseitigen lassen, sollen bestehende Gebirgslandeplätze durch besser geeignete Stellen ersetzt werden. Generell zu überprüfen ist auch die Grundsatzfrage, ob und in welchem Ausmass das Heliskiing weiterbetrieben werden soll.» Der Schlussbericht der Verhandlungen wird auf 2002 terminiert.