Mountain Wilderness Schweiz
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Stillgelegte Seilbahnen

Jede dritte Seilbahn kämpft mit fehlender Ertragskraft, die Zahl der Wintersportler stagniert seit Jahren, mit der Klimaerwärmung fehlt auf Pisten unter 1500 M.ü.M. der Schnee. Dies alles bedeutet für 30 bis 40 Prozent der Schweizer Skiorte eine Abkehr vom Wintersport. Die Lifte und Bahnen werden stillgelegt. Steht eine Seilbahn oder ein Skilift still, so ist der Rückbau gemäss Seilbahngesetz Pflicht. Oft ist er auch Teil der Konzession. Doch wo das Geld fehlt, geht gar nichts mehr. So in etwas 60 Fällen in der Schweiz.

Militärische Anlagen

Bedingt durch die Armeereformen werden heute ungefähr 12'000 militärische Bauten nicht mehr benutzt. Einige Bauten gilt es aus denkmalschützerischen Gründen zu bewahren. Die grosse Zahl der restlichen Bauten soll verkauft und/oder umgenutzt werden: eine zusätzliche Belastung für unsere Alpen! Einen Rückbau sieht die Armee nur für die «schädlichen» Objekte vor: Bauten, die dem Landschaftsbild oder der Sicherheit schaden. Und auch die sind zahlreich.

Elektrowirtschaftliche Anlagen

Staudämme und Elektrizitätsmasten gehören zur Energieversorgung und werden im Landschaftsbild wohl oder übel akzeptiert. Was aber nicht akzeptiert werden soll, sind die Überreste und Abfälle der ehemaligen Baustellen: Schutt und Schrott, alte Kabelrollen, aber auch ganze Stollen oder Zufahrtsstrassen, die seit Jahrzehnten unbenutzt sind, werden in unser Inventar aufgenommen. Die Kraftwerke Oberhasli AG (KWO), Besitzerin der Grimselstaumauer, betreiben seit längerem eine positive «Vergangenheitsbewältigung» indem sie ihr Gebiet von ungenutzten Bauten und Anlagen säubern. Innerhalb von 10 Jahren hat sie als Wiedergutmachung 1.6 Mio Franken für Rückbauten aufgeworfen, weitere 1.5 Mio sind geplant. Immerhin. Die Grande-Dixence SA im Gegensatz hat auf Prafleuri, der ehemaligen Baustelle, wo der Schotter für die Mauer gewonnen wurde, ein Schlachtfeld hinterlassen.

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