Mountain Wilderness Schweiz
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Polkappen und Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt, Dürreperioden verlängern sich und Flüsse trocknen aus. Die Welt steht vor der wohl grössten ökologischen, sozialen und ökonomischen Herausforderung. Besonders betroffen von der globalen Erwärmung ist auch das Alpenland Schweiz. Steigt die Temperatur im weltweiten Durchschnitt um 2° Celsius, so sind es im Alpenraum 4° – das Doppelte! Die Auswirkungen sind bereits mehr als augenfällig: Gemäss einer Studie der ETH Zürich haben die Gletscher in nur 10 Jahren 12% ihres Volumens eingebüsst. Seit den 1970-er Jahren ist es mehr als ein Drittel, bis ins Jahr 2050 werden 75% prognostiziert. Weitere Folgen der höheren Temperaturen sind Hochwasser und eine Zunahme der Erdrutsche.

Erneuerbare Energiequellen

Die Reduktion des CO2 soll durch eine substanzielle Reduktion des Energieverbrauchs und mit einer gezielten Förderung der erneuerbaren Energiequellen Wind-, Wasserkraft, Sonne, Biomasse und Geothermie erfolgen.

Die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) ist Teil der Förderstrategie des Bundes für erneuerbare Energien und mit mehr als 630 eingereichten Projekten (Stand Ende 09) erfolgreich. Doch was für das Klima gut ist, kann gleichzeitig Natur und Landschaft nachhaltig beeinträchtigen. Bei den erneuerbaren Energiequellen stehen sich die nachhaltige, CO2-lose Energiegewinnung und der Schutz von naturnahen, alpinen Gewässern und Landschaften gegenüber. Beides sind Ziele von mountain wilderness schweiz. mountain wilderness will sich differenziert aber konstruktiv in die Energiediskussion und die Ausbaupläne von Wasserkraft und Windkraft einmischen und sucht nach optimalen Lösungen und Standorten für die erneuerbare Energiegewinnung.

Allianz für eine verantwortungsvolle Klimapolitik

Mehr als 50 Schweizer Organisationen aus den Bereichen Entwicklung, Kirche, Gesundheit, Fachverbänden, Gewerkschaften, Politik sowie Umwelt- und Konsumentenschutz zu einer Allianz für eine verantwortungsvolle Klimapolitik zusammengeschlossen. Im Namen von 1.8 Millionen Menschen aus der Schweiz fordert die Allianz vom Bund eine Energie-, Siedlungs- und Verkehrspolitik, welche ihre Gesetze an die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft anpasst.

Auch mountain wilderness ist seit 2006 Mitglied der Klimaallianz. Als deren Mitglied sprechen wir uns gegen die Erneuerung der AKWs oder den Ausbau der Kernenergie aus und begleiten kritisch aber konstruktiv die Pläne für erneuerbare Energien in den Alpen. Gleichzeitig machen wir Vorschläge, wie der Energieverbrauch beim Bergsport reduziert werden kann, und setzen das Thema Alpinismus und ÖV an vorderste Stelle.