Mountain Wilderness Schweiz
twitter.com icon
facebook.com icon

Bergsport und Umwelt

Natur- und Outdoor-Sportarten in den Bergen liegen voll im Trend. Vom klassischen Wandern bis zum extremen Mixed-Klettern ziehen viele verschiedene Berg- und Trendsportarten Jahr für Jahr mehr Leute in die Alpen. Das ist sehr begrüssenswert, denn nur was man kennt und schätzt, ist man auch bereit zu schützen. Andererseits geht dieser Outdoor-Trend nicht spurlos an der Bergnatur vorbei. Bei allen Berg- und Trendsportarten können Konflikte mit der Natur und mit anderen Nutzergruppen auftreten. Ob und wie stark die Konflikte und Schäden sind, hängt im Wesentlichen vom «wie» der Ausübung der Sportart ab.

Umweltkonflikte

Bei der Anreise in die Berge wird viel Energie verbraucht und eine grosse Menge Schadstoffe in die Luft geblasen. mountain Wilderness bietet alternative Konzepte und Hilfsmittel für einen Alpinismus mit dem ÖV. Nur ein bewusster und schonender Umgang mit der begrenzten Ressource «Bergnatur» ermöglicht einen nachhaltigen Bergsport.

Überall wo Menschen regelmässig in der Natur unterwegs sind, hinterlassen sie Spuren – meist mehr als nur die schnell vergänglichen Fussspuren im Schnee oder im Sand. Pflanzen werden zertreten oder überfahren, die Bodenerosion wird verstärkt; Wildtiere werden beim Fressen oder Ruhen gestört und in die Flucht getrieben; Abfälle und Fäkalien bleiben liegen. Die Fachstelle Bergsport und Wildnis von mountain Wilderness,  setzt auf Information und Sensibilisierung: «Trendsport in den Bergen - ja, aber...»

Nutzungskonflikte

mountain wilderness fördert den Bergsport als ganzheitliches Erlebnis. Bei Touren sollten die regionalen, kulturellen und kulinarischen Besonderheiten nicht zu kurz kommen. Nur ein bewusster Umgang im Sinne des Langsamtourismus bringt ein vielseitiges Erlebnis.

Der Trend zu immer mehr Erholungssuchenden in den Bergen führt auch zum Anwachsen der Nutzungskonflikte zwischen den Sportlern. Nutzungskonflikte treten zwischen Anhängern verschiedener Sportarten auf: Typische Konflikte sind die zwischen Wanderern und Mountainbikern, zwischen Motorschlittenfahrern und Schneeschuhgehern. Aber auch innerhalb einer Sportart treten Konflikte auf, wenn mehr und mehr Leute das gleiche Terrain bevölkern: zum Beispiel wenn in Mode-Kletterrouten Staus auftreten und sich die Seilschaften gegenseitig mit Steinschlag gefährden. Oder wenn eine Skitourengruppe eine Lawine oberhalb einer anderen Gruppe auslöst. Aber auch mit anderen Nutzergruppen treten regelmässig Konflikte auf: mit Förstern, Wildhütern und Jägern, mit Grundeigentümern und Anwohnern und mit Naturschützern.