http://www.mountainwilderness.ch/projekte/silence/stop-heliskiing/illegale-landungen/

Illegale Landungen

Ein Helikopter, der die Stille der Berge durchbricht, dann landet, Personen die aussteigen ... ohne, dass ein GLP in der Nähe wäre. Immer wieder erreichen uns Meldungen von solch mirakulösen Ereignissen. Melden auch Sie uns Ihre Beobachtungen von fragwürdigen Landungen. Mountain wilderness leitet sie für Sie weiter an das BAZL und (äusserst wichtig!) fragt nach, denn von Ereignis bis Rückmeldung können schon mal mehr als ein Jahr vergehen.

Wichtig zu wissen: setzen Sie Ihre Frustrationsgrenze hoch an, aber seinen Sie gespannt: Denn bis heute scheinen die gemeldeten Landungen alle im grünen Bereich zu liegen und das BAZL konnte immer eine «einleuchtende» Begründung für die Landung geben. mountain wilderness meldet seit mehr als 10 Jahren fragwürdige Landungen an das BAZL.

Illegale Landungen in Zermatt

Die Air Zermatt landete jahrelang illegal beim Hotel Trift. mountain wilderness brachte die Angelegenheit an die Öffentlichkeit und das Bazl musste ahnden. Im Herbst 2003 sah es sich gezwungen, die Angelegenheit zu untersuchen.

Das BAZL wird reingewaschen

Die Bazl-interne Administrativuntersuchung bestätigte, dass Bazl-Mitarbeiter von den illegalen Zwischenlandungen der Air Zermatt seit Jahren wussten. Im Schlussbericht heisst es jedoch, die Mitarbieter des Bazl hätten ihr Wissen darüber nicht im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit, sondern vorher erworben. Dies entbinde sie von der Weiterleitung ihrer Kenntnisse an den Arbeitgeber Bazl. mountain wilderness fragt: Kann das Bazl seine Kontrollfunktion über den Luftraum wahrnehmen?

Air Zermatt mit lächerlich kleinen Bussen bestraft

Gebüsst wurde schliesslich die Air Zermatt und zwar mit lächerlichen Summen. Mountain Wilderness schätzt, dass die Air Zermatt innerhalb von zehn Jahren mehr als 1.5 Mio Franken mit den gesetzeswidrigen Landungen bei der Trift verdiente. Die vom Bazl ausgesprochenen Bussen hingegen betrugen insgesamt weniger als Fr. 20'000.-, d.h. weniger als 0.2% ihres Jahresumsatzes. Dies ist nach Ansicht von mountain wilderness eine Ermunterung an alle Heliunternehmen, es der fehlbaren Air Zermatt gleich zutun. mountain wilderness meint: diese kleine Busse tut der Air Zermatt nicht weh und das Bazl zieht sich damit gleich selber die Zähne!