http://www.mountainwilderness.ch/projekte/prix-wilderness/2007/preistraegerinnen/

PreisträgerInnen und Preis-Tragende

Mountain Wilderness zeichnet mit dem Prix Wilderness 2007 einerseits PreisträgerInnen für ihr besonderes Engagement für den Schutz der Alpen aus. Sie setzen sich für die Wildnis oder das Berggebiet als Lebens-, Erholungs oder Freizeitgebiet ein. Andererseits tragen weitere Preis-Tragende für den Prix Wilderness 2007 ein Anliegen für einen naturnahem Bergsport und eine nachhaltige Entwicklung in die Bergregionen. Sie bereisen die Alpen also mit einer bezüglich Nachhaltigkeit, Ökologie und Umweltbelastung besonders vorbildlichen Tour.

Hans Fankhauser

30. September 2007

Hans Fankhauser engagiert sich für die Einhaltung der Wintersperre am Flüela. Seit BMW auf der Passstrasse und dem gefrorenen Schottensee regelmässig Fahr- und Schleudertrainings absolviert, bekommt die Region auch dann keine Ruhe.

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Jürg Meyer

29. September

Jürg Meier bemüht sich um den Spagat zwischen Umweltengagement und dem Schweizer Alpen-Club SAC als Sportverband. Er war während 11 Jahren als dessen Umweltbeauftragter tätig und hat die Umweltausbildung der Bergführer massgeblich mitgestaltet.

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Katja Boschi

28. September

Katia Boschi kennt sich mit der Grauen Bergziege, dem Engadiner Schaf und mit Wollschweinen aus. Diese vom Aussterben bedrohten Rassen eignen sich aufgrund ihrer Trittsicherheit und ihrer Robustheit besonders für die Bestossung höher gelegener Alpweiden. Deshalb werden sie von der Älplerin auch auf der ProSpecieRara-Alp im Val Cama gesömmert.

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27. September

Christoph Blum ist am liebsten dort unterwegs, wo vor ihm noch keiner war. Erstbegehungen in gemässigten Schwierigkeitsgraden sind seine Leidenschaft, Neuland findet er aber nicht in Patagonien oder Pakistan, sondern im Bietschtal oder in den Seitentälern des Südtessins.

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Gernot Böttinger

26. September

Gernot Böttinger kennt als begeisterter Boulderer und Velokurier jeden Stein, ob gross oder klein. Er ist Tourenleiter des Deutschen Alpenvereins DAV und achtet auf nachhaltige Tourenplanung. Er weiss aber auch, welche der Boulderblöcke bequem sowohl mit öV wie mit Kinderwagen erreicht werden können.

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Mario Bognuda

25. September

Mario Bognuda ist als Sekretär des Patriziato im Val di Lodrino die erste Adresse des wilden Seitentals der Leventina. Das unbekannte Tal kann aber nur unter grossem zeitlichen Aufwand durchquert werden. Ein Netz von offenstehenden Hütten ist für den Wanderer von grossem Wert. Dank Mario Bognudos Mauerkünsten konnten viele der Rifugios erhalten und saniert werden.

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Florian Boller

24. September

Florian Boller kennt das Val di Lodrino wie seine Hosentasche. Im Rahmen seiner Diplomarbeit als Geograf hat er den Wandertourismus in jenen Gebieten des Sopraceneri und Moesano untersucht, welche nur zu Fuss erreichbar sind.

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Sergio Mariotta

23. September

Sergio Mariotta kennt als Förster jeden Baum der Leventina. Die Problematik des alpenquerenden Schwerverkehrs ist für ihn auch als Gründer von «Leventina Vivibile» ein Thema. Der kleine Verband ist für Verkehrs- und Umweltprobleme im nördlichen Tessin sensibilisiert.

Preisträgerporträt

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Daniel Silbernagel

22. September

Daniel Silbernagel ist Spezialist am unverbohrten Fels der Schweizer Alpen. Er ist Mitautor des «keepwild!» -Kletterführers. In Zusammenarbeit mit Mountain Wilderness bietet er Kurse im Klettern ohne Bohrhaken an.

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Felix Nipkow

21. September

Felix Nipkow ist ein Allrounder in der alpinen Zone – aber nicht nur dort: Er leistete Zivildienst bei Mountain Wilderness im Rahmen der Stop-Offroad-Kampagne. Für die Sektion Uto des SAC sorgt er als deren Umweltbeauftragter für ein naturverträgliches Tourenprogramm.

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Zukünftiger Wildnisfreak?

20. September

Wildnis in den Schweizer Bergen ist ein rares und deshalb kostbares Gut. Auch künftige Generationen haben ein Recht, sie eigens zu erleben. Der Schutz und Erhalt der Wildnis ist deshalb ein nachhaltiges Projekte, welches sich nicht von kurzfristigen Interessen lenken lässt. Dieses Anliegen tragen Tina und Adrian Schnetzler-Hostettler, unsere heutigen Preis-Tragenden, an den Prix Wilderness heran. Im Februar erblickt ihr kleines Wesen (hier eine Ultraschallaufnahme) das Licht der Welt – ob es ein Wildnisfreak wird?

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Caroline Gay

19. September

Alina Darbellay liegt ihre Wahlheimat, die Region rund um den Mont Blanc, besonders am Herzen. Dazu gehören auch ihre Bewohner und deren Werke, Kultur und Produkte. Ziel ihres Engagements für den Langsamtourismus ist ein verstärkter Fokus auf Einzelinitiativen und deren Vernetzung, welche sie innerhalb des Projektes «Butiner» von Mountain Wilderness verwirklichte. Alina Darbellay übergibt den Prix Wilderness heute an Caroline Gay, die in Salvan zusammen mit ihrem Mann Stéphane einen Hof führt und innovative Produkte im Hofladen verkauft.

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Anni Imstepf

18. September

Anni Imstepf lebt als Hüttenwartin der Bietschhornhütte eine alte alpine Tradition eindrücklich vor. Sie verzichtet in der Bewartung ihrer Hütte bewusst auf modernen Komfort, ohne dass darunter die Gastfreundschaft leiden würde.

Preisträgerinnenporträt

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Simone Aeberhard

17. September

Dass der Klimawandel nicht ein virtuelles, sondern ein reales Phänomen mit Folgen ist, kann man besonders in den Bergen gut sehen. Zum Beispiel an der Konsistenz von Gletschermoränen, die durch die Erwärmung schwindet. Felsstürze und erhöhrte Risiken für Wanderer und Alpinisten sind die Folge. Simone Aeberhard führt den Prix Wilderness heute vor Ort. Als Geografiestudentin und beschäftigt sich intensiv mit Gletschermoränen. In der Projektgruppe «Rückbau zur Wildnis» hat sie ein Praktikum absolviert und dabei die Wilderness der Schweizer Alpen schätzen gelernt. (zum Bild: Gletscherzungen sind ihr Spezialgebiet - das sieht man!)

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Elsbeth Flüeler

16. September

Elsbeth Flüeler wandert fürs Leben gern wild – wo Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen. Mit ihrem Wanderführer rund um den Mont Blanc zeigt sie, dass der Weg genauso spannend sein kann, wie der Gipfel. Als Geschäftsführerin von Mountain Wilderness ist sie fester Bestandteil des Alpenschutzes in der Schweiz.

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Pascal Stern

15. September

Pascal Stern hat viel Ausdauer – auf dem Velo und zu Fuss genauso wie in seinem Engagement für die wilden Berge. Er darf als Kenner der Schweizer Gebirgshütten gelten, deren Wildniskonformität er auf Herz und Nieren getestet hat. Als Mitglied der Umweltkommission des SAC engagiert er sich für die grüne Linie der roten Socken.

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Urs Eichenberger

14. September

Urs Eichberger stammt aus dem Haslital. Mit seiner Heimat verbindet ihn die Arbeit für den Grimselverein, welcher die Wasserkraftnutzung im Tal kritisch durchleuchtet eine nachhaltige und landschaftsverträgliche Energienutzung fordert.

Preisträgerporträt

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Andrea Kauer

13. September

Andrea Kauer liebt das lustvolle Wandern in der freien Natur. Sich Zeit nehmen für eine Entdeckung, Ruhe finden und Abstand gewinnen von der hektischen Betriebsamkeit des Alltags, das sind die wahren Schätze ihrer Bergabenteuer. Andrea Kauer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Rhätischen Museum Chur.

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Matthias Restle

12. September

Das Abenteuer Wildnis findet vor allem dann statt, wenn der Mensch der Natur mit offenen Augen entgegen tritt. Besonders stark ist das Erlebnis, wenn der Weg prinzipiell offen ist und man seine Schritte alleine von der Landschaft lenken lässt. Diese Idee verfolgt Matthias Restle, der heutige Preis-Tragende. Er unternimmt oft mehrtägige Velotouren, deren Route, Übernachtungsstellen und Wendepunkte sich erst nach und nach ergeben. Matthias Restle ist freischaffender Künstler und Grafiker und lebt in Basel.

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Reto Santschi

11. September

Zum Klettern muss man nicht immer viele Kilometer weit mit dem Auto fahren, es gibt auch attraktive, agglomerationsnahe Ziele, die bestens mit dem Velo erreicht werden können. Den Trend vom Auto zum Velo als Anfahrtsmittel zum Bouldern möchte Reto Santschi, der heutige Preis-Tragende, fördern. Er ist Wildnis-Freak und Hausgrafiker von Mountain Wilderness.

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Fredi von Gunten

10. September

Fredi von Gunten ist öfters abseits der markierten Wanderwege anzutreffen. Als Geschäftsführer der Schweizer Wanderwege berücksichtigt er die Bedürfnisse ganz unterschiedlicher Nutzergruppen, vom Gelegenheitswanderer bis zum Liebhaber unberührter Bergwildnis.

Preisträgerporträt

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Jan Gürke

9. September

Wer sich für einen naturnahen Bergsport einsetzt, sorgt dafür, dass die Wildnis nicht unter die Räder kommt. Nicht zuletzt geht es dabei auch darum, die Hütten der Alpen umwelt- und wildnisgerecht zu betreiben. Ein einfacher Standard bietet dem Alpinisten eine komfortable Aufstiegshilfe, ohne ein authentisches Erleben der Bergwildnis zu beeinträchtigen. Der heutige Preis-Tragende, Jan Gürke, setzt sich für eine zurückhaltende Hüttenbewirtschaftung ein. Er leitet seit 2002 die Umweltfachstelle Trendsport «keepwild!» von Mountain Wilderness.

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Andi Schnider

8. September

Verschiedene einsame Gipfel zwischen Spannort und Fünffingerstöcken in den Urner Alpen das Ziel der Prix-Wilderness-Etappen des Wochenendes. Wir bewegen uns in einer wenig erschlossenen Hochgebirgsregion, die einen attraktiven Gegenpart zum touristisch stärker geprägten Göscheneralptal im Süden und dem Engelbergertal im Norden darstellt. Der Erhalt dieser Bandbreite an Landschaftsformen im Kanton Uri liegt Andi Schnider, dem heutigen Preis-Tragenden, sehr am Herzen. Er engagiert sich in der Regionalgruppe Zentralschweiz von Mountain Wilderness. 

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Daniel Mülli

7. September

Wenn man in den Bergen unterwegs ist, kann man seinen Führerausweis getrost zuhause lassen – der öV bringt manchen Berggänger schneller ans Ziel. Gerade im Raum Uri steht den GipfelstürmerInnen ein überaus vielseitiges Angebot an Zug, Bus und Alpentaxi zur Verfügung, mit dem sich der Ausgangspunkt einer Tour bequem erreichen lässt. Darauf möchte Daniel Mülli, der heutige Preis-Tragende, aufmerksam machen. Gegenwärtig ist Daniel Mülli Präsident von Mountain Wilderness Schweiz.

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Christoph Wassmann

6. September

Christoph Wassmann pflegt im «Hunghafen» bei Seewen einen grossen Obstgarten mit alten hochstämmigen Bäumen. Eine Vielfalt von einheimischen Apfel-, Birnen-, Kirschen-, Walnuss-, Zwetschgen- und Quittensorten bleiben durch sein Engagement und die Unterstützung von ProSpecieRara erhalten.

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Beat Schilter

5. September

Alpingeschichte kann man auch mit relativ einfachen Gipfelzielen schreiben – indem man direkt vor der Haustüre beginnt. Klimaneutral können diese mit Fahrrad, Skis und Steigeisen, aber ohne die Benutzung von motorisierten Verkehrsmitteln und anderen Aufstiegshilfen von Zürich aus erreicht werden. Diese Idee gefällt Beat Schilter, aktives MW-Mitglied und der heutige Preis-Tragende.

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Renate Zauner

4. September

Renate Zauner ist heuer wieder z’Alp auf dem Chreuelberg im Glarnerland. Dort zeigt sie, dass ein Leben abseits von Ausverkauf und Konsumzwang gar nicht so schwer fallen muss. Renate Zauner engagiert sich gegen den Alpentransitverkehr, insbesondere bei der Europäischen Verkehrsinitiative ITE.

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Emil Zopfi

3. September

Emil Zopfi rückt den Alpen mitunter auch mit Bleistift und Papier zu Leibe. Schauplatz seiner Romane und Kurzgeschichten sind immer wieder die Berge: manchmal die realen, die er selbst aus jeder Perspektive kennt, manchmal fiktionale, in denen etwa sein jüngster Romanheld spurlos verschwindet. 

Preisträgerporträt

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Simon Bischof

2. September

Simon Bischof ist leidenschaftlicher Pässefahrer – auf zwei Räden und ohne Motor selbstverständlich. Als Präsident des Vereins «Freipass» fordert er die Schliessung jeweils eines Schweizer Alpenpasses pro Sommerwochenende und freie Fahrt für den Veloverkehr.

Preisträgerporträt

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Dominik Siegrist

1. September

Dominik Siegrist ist seit dem Trans-ALPedes-Marsch von Wien nach Nizza (1992) eine treibende Kraft des Schweizen Alpenschutzes. Er präsidiert heute die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA und ist Leiter der Forschungsstelle für Freizeit, Tourismus und Landschaft an der Hochschule für Technik in Rapperswil.

Preisträgerporträt