Mountain Wilderness Schweiz
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20.12.2016

Viel Tier zum Tag der Berge

Ein wunderbarer Anlass zum Jahresabschluss: Der von mountain wilderness mitorganisierte Vortrags-Nachmittag zum Thema «Viechereien» zog fast 150 Leute ins Alpine Museum in Bern. Zehn Vortragende beleuchteten am 11. Dezember 2016 anlässlich des Tags der Berge das Verhältnis zwischen Mensch und Tier am Berg; von der Gämse bis zum Dinosaurier.

Grosser Andrang im Alpinen Museum in Bern: Am diesjährigen Internationalen Tag der Berge am 11. Dezember haben zehn Referentinnen und Referenten von ihren Erfahrungen mit Tieren am Berg berichtet. Mit fast 150 Eintritten war der Anlass äusserst gut besucht. Die Rückmeldungen aus dem Publikum waren allesamt sehr positiv. Mit dem Thema «Viechereien» beleuchteten die Vorträge das Verhältnis zwischen Mensch und Tier in den Bergen: Forscherin und Drachen, Hirte und Herdenschutztiere, Jägerin und Gämsen, Köchin und Wildschwein.

Von Eseln, Bienen und Luchsen
Die Vielfalt der Vorträge war so gross wie die Vielfalt der Referierenden: Fred Jaggi, der beherzte Imker und «Chnuschti» aus dem Dokfilm «More than Honey» erzählte im breitesten Haslitaler-Dialekt von seinen Bienen. Der Vortrag von Hüttenwart und Tausendsassa Thomas Meier über den Hüttentransport mit einer Eselin und einem Esel erinnerte an Vorträge von Pedro Lenz. Christian Meyer vom Naturhistorischen Museum Basel wiederum erzählte von seiner Forschung zu Dinosaurierspuren auf fast 3000 Metern über Meer; und der Bericht von Caroline Nienhuis über die Jagd im Berner Oberland war würdig und emotional. Einer der Höhepunkte liess bis zuletzt auf sich warten: Laurent Geslin war erst gerade aus Belgien zurückgekehrt, um seine fantastischen Fotos von Luchsen in der freien Schweizer Wildbahn zu zeigen – Bildkompositionen von unerwarteter Poesie! Ebenso poetisch hat der bekannte Basler Musiker Balthasar Streiff (ehemals Duo stimmhorn) den Tag der Berge umrahmt: Auf Tierhörnern, Bücheln und Schneckengehäusen spielend nahm er die Vorträge thematisch auf und verarbeitete sie.

Kurzweilig und unterhaltsam dank Zeit-Guillotine
Die Vorträge wurden im sogenannten Pecha-Kucha Format gehalten: Die Referierenden hatten 20 Bilder zur Verfügung, von denen jedes genau 20 Sekunden lang gezeigt wurde. Damit hatte jede und jeder exakt 6 Minuten und 40 Sekunden Zeit für die Präsentation. Dieses Format hat sich auch dieses Jahr bewährt: Die Vorträge blieben kurzweilig und unterhaltsam. «Sie waren wie kleine Adventsfenster, die kurz aufgestossen wurden und einem neue, noch zu entdeckende Bereiche und Tätigkeitsfelder in dieser reichen Alpenwelt zeigten», erzählte mountain wilderness Vorstandsmitglied Pascal Stern nach dem Anlass.
Aus Platzgründen fanden die Vorträge im Institut für Weiterbildung und Medienbildung der PH Bern gleich neben dem Alpinen Museum statt. Im Restaurant «las alps» des Alpinen Museums sättigte in der Pause ein Apéro; Coop Pro Montagna hatte die Spezialitäten, vornehmlich aus dem Berggebiet stammend, offeriert.

mountain wilderness hat den Tag der Berge zusammen mit dem Alpinen Museum der Schweiz, dem Schweizer Alpen-Club SAC, der Interakademischen Kommission Alpenforschung ICAS und der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA Schweiz organisiert.