Mountain Wilderness Schweiz
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28.05.2011 Kategorie: Stop Heliskiing

Heliskiing in Engelberg: Kantone stellen Ampel auf Rot

Heliskiing in Engelberg: diese Option schwebt dem Bundesamt für Zivilluftfahrt vor. Ende März wurde öffentlich, dass zwei neue Gebirgslandeplätze (GLP) zu Übung und Training aber auch zum Heliskiing geplant waren. Auf dem Grassengletscher (OW) und beim Chli Spannort (UR) sollten sie liegen. Das BAZL wollte sie als Ersatz für die Aufhebung von Gebirgslandeplätzen im Weltnaturerbe. Die Stop Heliskiing-Demo von Mountain Wilderness führte deshalb zu den Spannörtern. Wir wurden von Pro Natura und WWF Uri und Unterwalden, sowie von den kantonale Parteien der Grünen NW, UR, dem Grünen Bündnis Bern und der SP Uri unterstützt.

Erstmals scheint nun das BAZL mit seinen Plänen auf wenig Gegenliebe zu stossen. Der Regierungsrat des Kantons Uri wehrte sich postwendend und argumentiert mit dem Wildtierschutz und den wertvollen, alpinen Ruhegebieten. Der Fluglärm würde die Wildtiere und den sanften Tourismus stören. Nun zieht auch der Obwaldner Regierungsrat nach. Man müsse die Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen: man sähe keinen grossen Nutzen für den Tourismus.

Wir von Mountain Wilderness gratulieren den beiden Kantonen zu ihrem Entscheid und hoffen, dass das Beispiel Schule macht. In Zeiten des globalen Klimawandels ist das Heliskiing eindeutig ein falscher Anreiz in eine ganz falsche Richtung. Wir hoffen, dass sich in einer nicht allzu fernen Zukunft auch das Wallis und das Berner Oberland einsichtig zeigen und mit dem Segen des BAZLs eine Beschränkung des Heliskiings anstreben.